Gegenstand des Faches
Unternehmen, Verbände und Lobbyisten, Nichtregierungsorganisationen und engagierte Bürger - sie alle nehmen Einfluss auf politische Entscheidungen und politisches Handeln. Angesichts leerer öffentlicher Kassen drängt der Staat selbst seine Bürger zu mehr Engagement und Eigenverantwortung. Weil sich Gesellschaften immer weniger allein von Staat und Politik erfolgreich politisch steuern lassen und nationale Regierungen mit mächtigen Mit- und Gegenspielern verhandeln müssen, wo sie früher eigenständig handeln konnten, hat sich auch das Regieren grundlegend verändert.
Der forschungsorientierte Master-Studiengang Demokratisches Regieren und Zivilgesellschaft (DRZ) trägt dieser veränderten Realität mit seinem Studienprogramm Rechnung. Lernziel ist es, analytisch die Überlappungsbereiche zwischen Staat, Politik und Zivilgesellschaft zu erfassen. Darüber hinaus geht es darum, unterschiedliche Ansätze, wie gesellschaftlicher Problemdruck in komplizierter werdenden politischen Systemen verarbeitet wird, kennenzulernen.
Fachspezifika in Osnabrück
Der politikwissenschaftliche Master-Studiengang "Demokratisches Regieren und Zivilgesellschaft" stellt das Verhältnis von politischem System und Gesellschaft in den Mittelpunkt des Studiums und untersucht dessen Bedeutung für ein modernes Demokratieverständnis. Damit wird einerseits auf eine fachwissenschaftliche Entwicklung reagiert, die Fragen des institutionellen Regierens zunehmend im Zusammenhang mit der Rolle nicht-staatlicher Akteure und demokratietheoretischer Überlegungen diskutiert. Andererseits wird mit dem Studienangebot den Anforderungen eines immer wichtiger werdenden Berufsfeldes - nämlich der Schnittstelle von Staat und Gesellschaft entsprochen. Der Master-Studiengang ist eng an praktischen Gegenwartsproblemen orientiert und sowohl wissenschaftlich als auch berufspraktisch motiviert. Er dient einerseits der Ausbildung von wissenschaftlichem Nachwuchs in einem Forschungsfeld, das bisher an deutschen Hochschulen noch kaum institutionalisiert ist. Er qualifiziert andererseits für Berufe in Organisationen des intermediären "Dritten Sektors" zwischen Staat und Markt sowie für Berufe im Bereich politische und gesellschaftliche Kommunikation.
Studiengang
Der Master-Studiengang "Demokratisches Regieren und Zivilgesellschaft" hat einen Umfang von 120 Leistungspunkten und schließt mit dem Hochschulgrad "Master of Arts" ab.
Das Programm umfasst folgende Module:
- Demokratie: Moderne Demokratietheorien; Verhandlungsdemokratie
- Zivilgesellschaft: Akteure und Strukturen europäischer Zivilgesellschaften und der Weltgesellschaft
- Staat: Theorie und Geschichte des modernen Staates; neue Modi der Steuerung im europäischen Mehrebenensystem
- Politische Steuerung: Migration und Integrationspolitik in Europa; Regulative Politik
- Forschungsseminar: Demokratie und Zivilgesellschaft oder Staat und politische Steuerung
Regelstudienzeit
4 Semester
Unterrichtssprache
Deutsch / Englisch
Studienbeginn
Das Studium kann zum Winter- und zum Sommersemester aufgenommen werden.
Zugangsvoraussetzungen
Informationen zu den Zugangsvoraussetzungen finden Sie in der Zugangsordnung.
Zulassungsbeschränkung
Angaben zur Zulassungsbeschränkung entnehmen Sie bitte der Übersicht Zulassungsbeschränkungen.
Bewerbungsschluss
Angaben zum Bewerbungsschluss entnehmen Sie bitte der Übersicht Bewerbungstermine.
Für internationale Bewerber gelten zum Teil abweichende Fristen.
Bewerbung
Deutsche Staatsangehörige mit deutschen Zeugnissen (Abitur) bewerben sich direkt bei der Universität Osnabrück. Gleiches gilt für internationale Bewerber mit deutschen Zeugnissen (Bildungsinländer).
Für internationale Bewerber mit ausländischen Zeugnissen gelten zum Teil abweichende Bewerbungskonditionen. Außerdem müssen ausreichende Deutschkenntnisse nachgewiesen werden.
Studienplatzvergabe
Informationen zur Studienplatzvergabe finden Sie in der Zugangsordnung.
Sprachkenntnisse
Für den Zugang zum Master-Studiengang müssen Englischkenntnisse nachgewiesen werden. Im Verlauf des Studiums sind keine weiteren Sprachkenntnisse nachzuweisen.
Auslandsstudium
Die Prüfungsordnung schreibt keinen obligatorischen Auslandsaufenthalt vor. Auslandaufenthalte sind jedoch an zahlreichen europäischen und außereuropäischen Universitäten im Rahmen verschiedener Austauschprogramme möglich. Über Einzelheiten informiert das Akademische Auslandsamt.
Studienberatung
Allgemeine Informationen zum Studium, zu den Zugangsvoraussetzungen und zum Studienaufbau erhalten Sie bei der Zentralen Studienberatung. Antworten auf konkrete Fragen zu den Inhalten des Studienfachs bekommen Sie bei der Fachstudienberatung:
Prof. Dr. Roland Czada
Universität Osnabrück
Fachbereich Sozialwissenschaften
Seminarstraße 33
49069 Osnabrück
Telefon: +49 541 969 6024
Fax: +49 541 969 16024
E-Mail: Roland.Czada@Uni-Osnabrueck.de
Prof. Dr. rer. pol. Ralf Kleinfeld
Universität Osnabrück
Fachbereich Sozialwissenschaften
Seminarstraße 33
49074 Osnabrück
Telefon: +49 541 969 4601
Fax: +49 541 969 4600
E-Mail: rkleinfeld@aol.com
Berufs- und Tätigkeitsfelder
Der Studiengang qualifiziert für Berufe in Lehre und Forschung, bei Unternehmen, Politikberatung, Regierung und Verwaltung, Vereinen, Verbänden, Kammern, Gewerkschaften, Kirchen, Parteien, Parlamenten, Stiftungen, nationalen und internationalen Nichtregierungsorganisationen und Massenmedien sowie in Einrichtungen der Erwachsenenbildung und Weiterbildung.
Weitere Studienangebote
Europäische Studien (Europäische Integration und Transformation nationaler politischer Systeme) - Master of Arts
Internationale Migration und interkulturelle Beziehungen - Master of Arts
Social Sciences/Sozialwissenschaften - Master of Arts
Weiterführende Links

